Einführung in die Tabellenkalkulation

Quelle: http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/schule/informatik/materialien/sek_I/tabellenkalkulation/main.htm

Inhaltsverzeichnis:

Warum Tabellenkalkulation im Unterricht?
Warum gerade EXCEL?
Erstellen eines Rechenblattes
Starten des Programms
Die Bedeutung der Symbole in der Symbolleiste
Einige der Rolladenmenüs
Das erste Rechenblatt
Funktionsassistent
Rechenblatt mit Funktionen
Rechenblatt - Kosmetik
Zusammenfassung
Weitere Beispiele und Aufgaben
Relative und absolute Bezüge
Namen in einem Rechenblatt verwenden
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Aufgaben
Klimadiagramm
WENN DANN und weitere Funktionen
Geschachtelte WENN-Funktionen
Auswertung einer Klassenarbeit
Literatur

 


Warum Tabellenkalkulation im Unterricht?

Viele Unterrichtsinhalte aus verschiedenen Fachgebieten lassen sich mit Hilfe der Tabellenkalkulation bearbeiten und darstellen. Zur Bearbeitung sind keine Programmierkenntnisse notwendig. Für die Ein- und Ausgabe sind keine speziellen Befehle notwendig und graphische Aufbereitung der Daten kann fast mit Knopfdruck erfolgen, so dass bereits nach kurzer Einarbeitungszeit komplexe Aufgaben bearbeitet werden können.

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Warum gerade EXCEL?

Es gibt keinen bestimmten Grund warum wir uns für dieses System entschieden haben. Es war Teil des MICROSOFT-OFFICE-Paketes. Jedes andere Tabellenkalkulationsprogramm kann ebenso verwendet werden. Bis vor kurzem habe ich mit CALC-LLC gearbeitet. Hier muss man bei der graphischen Auswertung zwangsläufig einige Abstriche machen.

Die Rechenblätter (Spreadsheet) wurden alle mit EXCEL 97 erstellt und getestet.

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Erstellen eines Rechenblattes

Es bedarf einiger Übung ein Rechenblatt direkt in den Computer einzugeben. Im Unterricht hat sich die Erstellung eines Rechenblattes in zwei Schritten bewährt.

Erst wenn diese Fragen geklärt sind wird das Rechenblatt in den Rechner eingegeben.

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Starten des Programms

Nach dem Start des Programms erscheint auf dem Bildschirm ein leeres Rechenblatt:

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Die Bedeutung der Symbole in der Symbolleiste

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Einige der Rolladenmenüs

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Das erste Rechenblatt

Aufgabe

Ein Lehrer will mit Hilfe der Tabellenkalkulation die Zeugnisnoten und den Klassendurchschnitt berechnen. Als Grundlage für die Berechnung der Note werden zunächst nur die Ergebnisse der drei Klassenarbeiten herangezogen.

Zur Ermittlung der Zeugnisnote ist der Durchschnitt der Klassenarbeitsnoten, die für den ersten Schüler in den Feldern C2 bis E2 stehen, zu berechnen (Klammer nicht vergessen): (C2+D2+E2) / 3

Diese Formel ist für alle Schüler einzugeben.

Klassendurchschnitt:

(Für wenige Schüler wie in dem Beispiel. Der allgemeine Fall folgt später))

(Summe der Einzelnoten) / Anzahl der Schüler : (F2+F3+F4+F5)/4

Text und Formeleingabe

Auf das gewünschte Feld A1 klicken. Die starke Umrandung des Feldes markiert die Eingabebereitschaft. Tippen Sie "Nachname" ein. Mit Return oder einer Pfeiltaste wird der Text oder die Zahl in das Feld übernommen (Format – Zelle muss auf Standard eingestellt sein).

Jede Formeleingabe beginnt mit einem Gleichheitszeichen oder man klickt mit der Maus auf das Gleichheitszeichen bei dem Eingabefeld (Formeleingabe-Modus). Für die logische Richtigkeit der Formel ist der Anwender selbst verantwortlich.

Das Rechenblatt sieht nach der Eingabe der Formeln etwa folgendermassen aus:

In den Feldern F2c bis F5 stehen aber mehr oder weniger lange Dezimalzahlen.

A

B

C

D

E

F

1 Nachname Vorname 1. Arbeit 2. Arbeit 2. Arbeit Note
2 Demo Josef

4

3

3

(C2+D2+E2)/3

3 Kohl Bert

3

2

3

(C3+D3+E4)/3

4 Aal Holger

2

1

1

(C4+D4+E4)/3

5 Demo Holger

4

5

5

(C5+D5+E5)/3

6 Durchschnitt

(F2+F3+F4+F5)/4

Die Eingabe der Formel für eventuell 30 oder mehr Schüler ist sehr mühsam. Des-halb gibt es die Möglichkeit Felder zu kopieren.

Die zunächst mühsame Eingabe kann man erheblich vereinfachen und das Aussehen mit wenigen Handgriffen verbessern.

Bereiche markieren

Zu markierendes Objekt

Befehlseingabe

Ein Feld

Feld anklicken

gesamte Spalte

Spaltenkopf anklicken

gesamte Zeile

Zeilenkopf anklicken

mehrere benachbarte Spalten

Maus auf den linken Spaltenkopf positionieren und bis zum rechten Rand ziehen. Die linke Maustaste muss gedrückt sein.

mehrere benachbarte Zeilen

Maus auf den linken Zeilenkopf positionieren und bis zum unteren Zeilenkopf ziehen. Die linke Maus-taste muss gedrückt sein

mehrere zusammenhängende Felder

Maus vom oberen linken Feld zum unteren rechten Feld mit gedrückter linker Maustaste ziehen.

Felder kopieren

  1. Feldzeiger in das zu kopierende Feld z.B. F2 oder den gewünschten Bereich markieren.
  2. In der Menüleiste auf "Bearbeiten" und dann in dem Menü "Kopieren" wählen. Man kann auch einfach auf das Kopiersymbol in der Symbolleiste mit der Maus klicken.

    Der aktive Bereich (z.B. Feld F2) wird durch einen Laufrahmen gekennzeichnet.

  3. Zielbereich markieren (F3 bis F5). Cursor mit der Maus auf Feld F3 und linke Maustaste gedrückt halten und bis Feld 5 ziehen.
  4. Den Kopiervorgang mit Return auslösen.

Kopieren Sie nun das Feld F2 in die Felder F3 bis F5.

Die Formel (C2+D2+E2)/3 ändert sich automatisch in (C3+D3+E3)/3 usw.

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Funktionsassistent

Um den Klassendurchschnitt zu berechnen müsste man u.U. die Summe von 30 oder mehr Feldern eingeben. Dies wäre recht mühsam und es geht auch einfacher. Man positioniert den Feldzeiger auf das Feld wo der Durchschnitt ausgegeben werden soll und wählt dann in der Menüleiste "Einfügen / Funktion"

Es werden nun die zur Verfügung stehenden Funktionen in dem folgenden Fenster angezeigt:

Nun wählt man die gewünschte Funktion aus. In diesem Fall Mittelwert. Von Excel werden nun Zellen vorgeschlagen über die der Mittelwert berechnet werden soll.

Die Werte können überschrieben, oder mit der Maustaste markiert werden. Die Felder werden mit einem Laufbalken hervorge-hoben. Mit Return wird die Eingabe abge-schlossen.

Schneller kann man den Funktionsassistenten über Symbolleiste mit dem folgenden Symbol aufrufen:

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Rechenblatt mit Funktionen

Datumsfunktionen
Akt. Datum

06.02.99

HEUTE()

Monat des akt. Datums

2

MONAT(B2)

Tag des akt. Datums

6

TAG(B2)

Zufallszahl

0,017473726

ZUFALLSZAHL()

Math. Funktionen
Fakultät

5

120

FAKULTÄT(zahl)

Zehnerlogarithmus

20

1,301029996

LOG10(zahl)

Logarithmus naturalis

20

2,995732274

LN(zahl)

Sinus

0,5

0,479425539

SIN(zahl)

Cosinus

0,5

0,877582562

COS(zahl)

Runden

125,456

125,46

RUNDEN(zahl; stellen)

Vorkommaanteil

125,456

125

Kürzen(zahl; stellen)

Rest

125,456

5,456

REST(zahl; Divisor)

Betrag

-12,5

12,5

ABS(zahl)

Ganzahl

12,5

12

GANZZAHL(zahl)

exp(x)

2

7,389056099

exp(zahl)

Potenz

2 hoch 3

8

POTENZ(zahl; exponent)

Wurzel

9

3

WURZEL(zahl)

Vorzeichen

-5

-1

VORZEICHEN(zahl)

GGT

22 und 6

2

GGT(zahl1; zahl2;...)

KGV

22 und 6

66

KGV(zahl1;zahl2;...)

größte Zahl einer Liste

5

2

9

12

3

12

MAX(bereich)

kleinste Zahl einer Liste

2

9

5

2

6

2

MIN(bereich)

Durchschnitt aller Werte einer Liste

2

5

3

9

5

4,8

MITTELWERT

(zahl1;zahl2;...)

Zählen des Wertes 5 in der Liste

1

5

2

7

5

2

ZÄHLENWENN

(bereich; 5)

Anzahl der Werte der Liste

3

5

1

3

ANZAHL(bereich)

Summe

2

6

5

3

2

18

SUMME(bereich)

Formel aufbauen

Excel unterscheidet 4 Arten von Operatoren:

  1. Arithmetische Operatoren

+ Addition

        - Subtraktion

* Multiplikation

/ Division

% Prozent (Wert / 100)

^ Potenzierung

  1. Textoperator

    & Zeichenfolge-Verkettung

  2. Vergleichsoperatoren

    = gleich

    > grösser

    < kleiner

    <= kleiner oder gleich

    >= grösser oder gleich

    <> ungleich

  3. Bezugsoperatoren

: Bereich (F3:F5 Feld F3 bis Feld F 5)

, Vereinigung (F3; G4; H10 Feld F3 oder Feld G 4 oder Feld H 10)

Schnittmenge (Leerzeichen) (B5:B15 A7:D7) = D7

Treten in einer Formel mehrere Operatoren auf, so ist bei der Abarbeitung folgende Reihenfolge zu beachten:

: Bereich

Schnittmenge

; Vereinigung

% Prozent

^ Potenzierung

* / Multiplikation bzw. Division

+ - Addition bzw. Subtraktion

& Textoperator

Vergleichsoperatoren

Bei gleicher Wertigkeit wird der Ausdruck von links nach rechts abgearbeitet.

Die hierarchische Ordnung kann durch Verwendung von Klammern aufgehoben werden.

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Rechenblatt - Kosmetik

Die Zahlen in der Tabelle haben je nach Eingabe und Einstellung die Form "2,6666667". Die Darstellung der Zelleninhalte kann auf viele Arten beeinflussen. Die vielfältigen Möglichkeiten werden unter dem Menüpunkt "Format - Zelle" aufgeführt.

Die folgenden Bildschirmausschnitte zeigen einige der Möglichkeiten:

Die Noten sollen keine Nachkommastellen haben. Markieren Sie die entsprechenden Zellen in der Spalte F (F2 bis F6).

Wählen Sie nun

Format / Zellen / Zahlen / setzen Sie Dezimalstellen auf 0

/ Ausrichtung / Horizontal t auf zentriert

Die Zelleninhalte sehen nun in etwas folgendemassen aus:

3

3

1

5

3

Einfacher geht dies mit der Symbolleiste. Nach dem Markieren klicken sie mehrfach aus das Symbol: Mit jedem Klick wird eine Dezimalstelle gelöscht.

Zur Ausrichtung klicken Sie auf das mittlere Symbol und schon ist die Spalte entsprechend ausgerichtet.

Nun kann man noch das Rechenblatt alphabetisch sortieren. Dazu markieren Sie die Zeilen 2 bis 5. Nun wählen Sie das Menü

Daten / sortieren

Nun kann man die gewünschten Optionen einstellen und mit "OK" abschliessen.

Es geht auch über das Symbol in der Symbolleiste.

Spalte formatieren

Bei den Spalten für Name und Vorname ist es reiner Zufall, dass die Länge der Namen gerade noch unterzubringen war. Falls ein längerer Name eingegeben werden muss, so kann man nur einen Teil des Namens sehen. Abhilfe bringt der Menüpunkt "Format / Spalte / Optimale Breite bestimmen"

Excel richtet nun die Breite der Spalte nach dem längsten Namen aus.

Über den Menüpunkt "Format / Spalte / Breite" kann man die Breite der Spalte in cm selbst festlegen.

Die Spalte muss vorher markiert werden.

Nun ist noch das Rechenblatt abzuspeichern. Dazu wählt man den Menüpunkt:

Datei / speichern unter

Nun wird das Verzeichnis gewählt, ein Name eingegeben oder den vorgeschlagenen bestätigt.

Schneller geht es wieder über das Symbol:

Wie kann man ein gespeichertes Rechenblatt laden?

Dazu wählt man den Menüpunkt:

Datei / öffnen

Nun wird das Verzeichnis gewählt und das Rechenblatt mit dem Mauszeiger gewählt und die Auswahl mit Return oder "OK" bestätigt.

Schneller geht es wieder über das Symbol:

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Zusammenfassung

In dem ersten Beispiel wurden folgende Punkte erarbeitet:

SUMME(); MITTELWERT()

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Weitere Beispiele und Aufgaben

Aufgabe:

Familie Mustermann will eine monatliche Übersicht über die Ein- und Ausgaben erstellen. Der Sohn Florian soll die Haushaltskasse mit einem EXCEL-Rechenblatt verwalten.

Dabei werden die einzelnen Ausgaben folgendermassen aufgeschlüsselt:

Miete, Nahrung, Kleidung, Versicherungen, Auto und Sonstiges.

Lösungsvorschlag:

A

B

C

D

E

F

G

H

1

Haushaltskasse

2

Tag

Einnahmen

Miete

Nahrung

Versicherung

Auto

Sonst

Ausgaben

3

01.01.99

3850,00

950,00

57,00

223,00

45,00

28,50

1303,50

4

02.01.99

58,00

57,00

115,00

5

03.01.99

0,00

6

04.01.99

0,00

7

05.01.99

0,00

8

06.01.99

0,00

33

115,00

223,00

45,00

85,50

1418,50

Zu den einzelen Spalten:

Format: Datum

Zeile 4: A3 + 1 Zelle 4 bis Ende kopieren

Format: Zahl 2 Dezimalstellen

Nach dem Monatsende: SUMME(B3 : B33)

Formel bis Spalte H kopieren

Spalte H3: SUMME(C3 : G3)

Formel bis zum Monatsende kopieren

Format / Zellen / Ausrichtung /

markieren dann unter Textausrichtung

Zellen verbinden

Soll die Schrift noch verändert werden, dann wählen Sie unter

Format / Zellen / Schrift

Wählen Sie unter den Möglichkeiten die gewünschten Eigenschaften

Schneller geht es wieder mit der Symbolleiste.

Zellen verbinden

Schriftart / Schriftschnitt / Schriftgrad etc.

Aufgabe 1:

Eine Warenhauskette hat in mehreren Städten (Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München) Filialen. Die Umsätze werden täglich in die Zentrale übermittelt. Erstelle ein Rechenblatt, das den täglichen und den wöchentlichen Gesamtumsatz ermittelt.

Lösungsvorschlag:

Filiale

Montage

Dienstag

Mittwoch

Donnerst

Freitag

Samstag

Gesamt

Dresden

6.577,28

5.984,20

9.266,50

8.561,86

7.298,70

9.458,30

47.146,84

Düsseldorf

8.536,12

9.688,86

10.157,60

11.454,26

10.340,40

12.744,34

62.921,58

Hamburg

9.254,12

8.788,65

7.589,35

8.258,35

7.854,30

8.457,62

50.202,39

Köln

14.257,20

15.544,75

16.688,60

15.866,80

18.355,30

17.739,25

98.451,90

München

17.500,83

21.598,54

23.689,33

20.755,45

18.934,32

25.643,25

128.121,72

Summe

56.125,55

61.605,00

67.391,38

64.896,72

62.783,02

74.042,76

386.844,43

Aufgabe 2:

Ergänzen Sie die obige Tabelle dahingehend, dass die einzelnen Tagesumsätze prozentual ausgewiesen werden.

Filiale

Montage

proz.Anteil

Dienstag

proz.Anteil

Mittwoch

proz.Anteil

Dresden

6.577,28

9.266,50

7.298,70

Düsseldorf

8.536,12

10.157,60

10.340,40

Hamburg

9.254,12

7.589,35

7.854,30

Köln

14.257,20

16.688,60

18.355,30

München

17.500,83

23.689,33

18.934,32

Summe

56.125,55

67.391,38

62.783,02

Aufgabe 3:

Ergänzen Sie die Formeln in der folgenden Tabelle:

Eingegeben wird der Betrag in DM (Betrag in der Fremdwährung) und der Kurs. Gesucht ist die Formel für den Betrag in der Fremdwährung (DM – Betrag).

Währungsumrechnung

Betrag in DM:
Kurs:
Fremdwährung
Betrag in der Fremdwährung
Kurs:
DM – Betrag:

Aufgabe 4:

  1. Übersetzen Sie die folgenden arithmetischen Ausdrücke in die EXCEL-schreibweise.

  2. Markieren Sie

die Felder D4 bis H7.

die Spalten B bis D

die Zeilen 3 bis 7

Aufgabe 5:

Ein Filialunternehmen will die prozentualen Anteile der Umsätze der einzelnen Filialen in den Städten Köln, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Frankfurt berechnen.

Aufgabe 6:

In der Notenberechnung soll nun auch noch die sonstige Mitarbeit berücksichtigt werden. Erstelle dafür zwei Versionen:

  1. In der ersten Version soll die sonstige Mitarbeit einer Klassenarbeit gleich-gewichtet werden.
  2. In der zweiten Version ist eine Möglichkeit der Gewichtung der sonstigen Mitarbeit vorzusehen (z.B. 20%).
  3. Fügen Sie in dem Rechenblatt von Aufgabe 5 zwei Zeilen ein, denn es wurden weitere Filialen eröffnet.
  4. Erläutern Sie wie man Zellen und Spalten in ein Rechenblatt an einer bestimmten Stelle einfügt.

Aufgabe 7:

Eine Familie legt 15000.-DM zu 8,5% Verzinsung bei einer Bank an. Die Zinsen werden dem Guthaben gutgeschrieben. Mit welchem Betrag kann die Familie nach 5 Jahren rechnen?

Aufgabe 8:

Auf einem Schachbrett wird auf das erste Feld ein Weizenkorn, auf das zweite zwei Weizenkörner auf das dritte vier Weizenkörner usw. gelegt. Erstelle ein Rechenblatt, das

a) die Anzahl der Körner auf jedem Feld und

b) die Summe aller Körner auf dem Brett

berechnet

Aufgabe 9:

Ein halbgefülltes kegelförmiges Sektglas (siehe Skizze) wird zu 5 DM verkauft. Das volle Sektglas kostet DM 10.-. Ist das gerechtfertigt ?

V =


 

 

 


 

 

 


Berechne mit Hilfe eines Rechenblattes für verschiedene Füllhöhen h und ent-sprechenden Radien r das jeweilige Sektvolumina. In einer weiteren Spalte ist der jeweilige prozentuale Anteil des Volumens an dem Gesamtvolumen des Sektglases anzugeben.

A

B

C

D

E

F

G

1 Name Vorname 1. Arbeit 2. Arbeit 2. Arbeit Mündli

Note

2 Gewichtung

0,50

3 Kanter Josel

3

3

3

1

4 Kohl Bert

3

2

3

3

5 Aal Holger

2

1

1

2

6 Demo Holger

4

5

5

4

7 Durchs.

Berechnung in Feld G3

=RUNDEN(((C3+D3+E3)/3*(1-F$2)+(F3*F$2)/2);0)

Berechnung in Feld G7:

=RUNDEN(MITTELWERT(G3:G6);0)

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Relative und absolute Bezüge

Um den Unterschied zwischen relativer und absoluter Adressierung zu verdeutlichen eignet sich die Aufgabe 2, wo der prozentuale Anteil einer Filiale am Gesamt(tages)-umsatz berechnet werden soll.

Die Formel dazu lautet:

Filialumsatz * 100 / Gesamt(tages)umsatz

Wird diese Formel in die anderen Felder kopiert, so ändert sich auch der Bezug zum Gesamt(tages)umsatz.

Bei dem untenstehenden Beispiel lautet die Berechnung der Zinsen im Feld D2:

Kapital*Zinssatz/100 (E2*C2/100)

Wird diesen Formel in die anderen Felder kopiert, so ändert sich auch der Bezug zum Gesamt(tages)umsatz bzw. zum Zinssatz.

Kapital*Zinssatz/100 (E3*C3/100)

Dies muss verhindert werden, denn im Feld C3 ist keine Zahl eingetragen. Auf das Feld C2 muss absolut zugegriffen werden. In EXCEL wird der absolute Bezug durch das Dollarzeichen $ hergestellt.

Filialumsatz * 100 / $Gesamt(tages)umsatz

Kapital*Zinssatz/100 (E2*$C$2/100)

A

B

C

D

E

1

Jahr

Kapital

Zinssatz in Prozent

Zinsen

Neues Kapital

2

0

1000,00

8,50

0,00

1000,00

3

1

85,00

1085,00

4

2

92,23

1177,23

20

18

340,19

4342,45

21

19

369,11

4711,56

22

20

400,48

5112,05

Durch die absolute Adressierung wird verhindert, dass beim kopieren die Adresse verändert wird.

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Namen in einem Rechenblatt verwenden

Bei der Eingabe von Formeln ist es oft schwer die Bedeutung der Feldbezüge nach-zuvollziehen. So kann man die Bedeutung der Formel

(B2*100/$C$7)

nur im Zusammenhang mit dem Rechenblatt interpretieren. Viel einfachen ist es bei der Angabe von

Filialumsatz * 100 / Gesamt(tages)umsatz

Hier kann jeder, der mit der Prozentrechnung vertraut ist, die Bedeutung der Formel verstehen.

In EXCEL besteht die Möglichkeit Felder, Bereiche, Konstanten und Formeln mit Namen zu belegen und statt der Feldbezüge die Namen zu verwenden.

A

B

C

D

E

F

G

Filiale

Montage

Proz.Anteil

Dienstag

proz.Anteil

Mittwoch

proz.Anteil

1 Dresden

6.577,28

9.266,50

7.298,70

2 Düsseldorf

8.536,12

10.157,60

10.340,40

3 Hamburg

9.254,12

7.589,35

7.854,30

4 Köln

14.257,20

16.688,60

18.355,30

5 München

17.500,83

23.689,33

18.934,32

6 Summe

56.125,55

67.391,38

62.783,02

Um nun den Namen für den Tagesumsatz zu vergeben positionieren Sie den Feldzeiger auf B6.

Wählen Sie dann den Menüpunkt:

Einfügen / Namen

Festlegen

Den vorgeschlagenen Namen "Summe" können Sie überschreiben in tagesumsatz

Der vorgeschlagene Bereich kann bestätigt oder überschrieben werden.

Entsprechen verfährt man für den Filialumsatz. Hier ist darauf zu achten, dass sich der Bereich auf die Zellen $B$2:$B$6 bezieht.

Die Formel zur Berechnung des prozentualen Anteils ergibt sich nun:

=filialumsatz/tagesumsatz*100

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Zahlen, die in Tabellen angeordnet sind, sind für einen Betrachter wenig aussage-kräftig. Viel übersichtlicher werden solche Zahlenkolonnen wenn sie graphisch aufbereitet werden. Dadurch kann man Zusammenhänge, Abhängigkeiten, Grössenverhältnisse oder Unterschiede mit einem Blick erfassen.

Jeder, der andere überzeugen will, wird versuchen trockene Zahlen durch Diagramme zu visualisieren. Deshalb spielt die graphische Zahlenaufbereitung in der Wirtschaft eine immer grössere Bedeutung. Als graphische Darstellungsmittel dienen Säulen-, Balken-, Flächen-, Kreis-, Linien- und Punktdiagramme. Jedes der Diagramme hat seinen speziellen Anwendungsbereich.

Säulendiagramme werden zur Verdeutlichung von Grössenverhältnissen in einer Reihe von Zahlen verwendet.

Kreisdiagramme werden häufig dazu verwendet, um den Anteil eines Ergebnisses vom Gesamtergebnis darzustellen. (Wahlergebnisse, Umsatzanteil vom Gesamt-umsatz)

Liniendiagramme werden häufig dazu benutzt, um eine zeitliche Entwicklung aufzuzeigen.

Wie man eine solche Tabelle auswertet, wird am Beispiel der Luftbelastung gezeigt. Zunächst sollte man sich klarmachen, welches Diagramm ausgewählt werden soll. In diesem Beispiel ist das Liniendiagramm angemessen.

A

B

C

D

E

1

Luftbelastung

2

Jahr

Schwefeldioxid Stickoxide Kohlenmonoxid Staub

3

1975

7.483

2.948

15.588

2.733

4

1980

7.514

3.334

14.046

2.609

5

1990

5.326

2.640

10.743

2.024

6

1991

4.172

2.509

9.046

1.157

7

1992

3.436

2.357

7.926

820

8

1993

3.173

2.275

7.379

786

9

1994

2.995

2.211

6.738

754

Angaben in 1000 t Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft

1. Schritt

Einfügen Diagramm oder Symbol

Es öffnet sich das nebenstehende Fenster.

Unter der aufgeführten Diagramm-typen wählt man den gewünschten Typ aus und drückt dann auf den Button "weiter".

2. Schritt

Es öffnet sich dann das Fenster. Hier muss der Datenbereich aus-gewählt und die Reihen be-schriftet werden. Ebenso können die Achsen beschriftet werden.

Das Jahr sollte nicht als Graph dargestellt werden. Also wird man diese Reihe entfernen.

Wenn die Überschriften nicht markiert wurden, dann kann man sie nun beschriften oder den Namen ändern.

Beschriftung der Rubrikenachse (X) anklicken:

Eintragen oder Bereich in der Tabelle (A4:A10) markieren.

Die Tabelle müsste nun in etwa so aussehen.

3. Schritt

In dem folgenden Fenster werden

festgelegt.

Achsen: verschieben der Achsen

Primärachse

Usw.

4. Schritt

Hier können Sie wählen, ob das Diagramm als neues Blatt oder als Objekt in der Tabelle eingefügt werden soll.

Alle einzelnen Schritte kann man korrigieren, wenn man das Diagramm mit der linken Maustaste

Markiert und auf die rechte Maustaste drückt. In dem nebenstehenden Fenster können die einzelnen Schritte aufgerufen werden.

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Aufgaben

Aufgabe 1:

Welches Diagramm ist für welche Tabelle angemessen?

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft.

Verpackungsverordnung

Stellenkegel im öffent-lichen Dienst 1996 in %

 

Mitgliederentwicklung

in 1000

 

Qualifikation der Arbeitslosen 1995

Gesamt

100

 

1990

1,319

   

West

Ost

Einfacher

Dienst

3,1

 

1991

1,153

 

ohne Ausb.

20

44,7

Mittlerer

Dienst

45,6

 

1992

1,054

 

Mit Lehre

6,2

15,2

Gehobener Dienst

34,1

 

1993

928

 

Universität

4,0

5,0

Höherer Dienst

17,2

 

1994

884

 

Fach-hoch.

3,4

3,5

     

1995

794

 

Fach-schule

2,9

4,9

           

Ges.

8,2

13,9

               

Aufgabe 2:

Bei den Wahlen zu einem Parlament sind 121 Mandate zu verteilen. Nach der Wahl ergab sich folgendes Ergebnis:

Partei

Stimmen

SPD

393.414

CDU

187.467

Grüne

59.262

FDP

44.460

Sonstige

35.170

  1. Erstelle ein Rechenblatt, das die prozentualen Anteile der Parteien und die Anzahl der Mandate für jede Partei berechnet.
  2. Wähle ein geeignetes Diagramm, um das Ergebnis der Wahl zu präsentieren.

Aufgabe 3:

Im Jahr 1985 betrug der geschätzte Vorrat an Blei 160 Mio. t und der Jahresver-brauch 3,39 Mio. t. Man vermutet, dass der Verbrauch jährlich um 2% zunimmt.

  1. Erstelle eine Tabelle, in der der Verbrauch und der Vorrat auf 4 Dezimalen bis zum Jahr 2010 berechnet. Kann man beliebig weiterrechnen?
  2. Stelle die Entwicklung des Vorrats und Verbrauchs graphisch dar.

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Klimadiagramm

In der folgenden Tabelle sind die durchschnittlichen Temperaturen und die Nieder-schläge eines Jahres. Erstelle ein geeignetes Klimadiagramm.

Klimawerte und Niederschlagsmenge in Ecuador

Monat

Grad in Celsius

Niederschlag

in mm

Januar

25

183

Februar

25

170

März

26

195

April

26

135

Mai

25

70

Juni

24

43

Juli

25

40

August

23

17

September

23

36

Oktober

24

157

November

24

177

Dezember

25

165

Da zwei verschiedene Grössen auszuwerten sind, ist es zweckmässig, die entsprechenden Grössen auf zwei Skalen (y-Achsen) hervorzuheben. Dies ist besonders deshalb angebracht, da die Werte sehr verschieden gross sind. Excel bietet auch so eine Möglichkeit.

Im Diagramm-Assistent wird die Möglichkeit benutzerdefinierte Typen auszuwählen angeboten.

"Linie – Säule auf zwei Achsen

Mit den entsprechenden Bezeichnungen erhält man folgendes Diagramm:

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WENN DANN und weitere Funktionen

Häufig hat man das Problem, dass eine Berechnung in einer Zelle von dem Inhalt einer anderen Zelle abhängig ist. In der folgenden Aufgabe soll abhängig vom Umsatz eines Vertreters eine Prämie gewährt werden. Ist der Umsatz grösser als 10.000 DM so erhält auf den Umsatz, der 10.000 DM übersteigt, eine Prämie von 3%.

Vertreter

Umsatz

Prämie

Banner

20.500

315,00

Christen

22.850

385,50

Hansen

9.254

0

Kunze

21.257

0

Lenz

17.501

515,52

Die Berechnung der Prämie kann folgendermassen dargestellt werden:

WENN umsatz > 10.000

DANN (umsatz-10.000)*3/100

SONST prämie = 0

In EXCEL ist die Funktion fast genau so aufgebaut

WENN (Bedingung ; DANN wert ; SONST wert)

WENN (umsatz > 10.000;(umsatz-10.000)*3/100;"0")

Aufgabe:

Ergänzen Sie das obige Rechenblatt!

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Geschachtelte WENN-Funktionen

WENN-Funktionen kann man auch schachteln. Anstelle des DANN- oder SONST- Teils kann eine andere WENN-Funktion eingesetzt werden.

Eine andere Firma bezahlt ihren Vertretern die Umsatzprämie unter folgenden Bedingungen:

Falls der Umsatz > 20.000.-DM, dann beträgt die Prämie 3% vom Umsatz.

Falls der Umsatz > 15.000.-DM, dann beträgt die Prämie 2% vom Umsatz.

Die entsprechende Funktion in EXCEL lautet nun:

WENN (umsatz > 20.000; umsatz*3/100;WENN umsatz > 15.000; umsatz*2/100;"0")

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Auswertung einer Klassenarbeit

Aus den Punkten für eine Klassenarbeit soll die Note ermittelt werden. Für eine Aufgabe werden eine Anzahl von Punkten vergeben werden. Aus der erreichten Punktzahl wird die Note nach der folgenden Tabelle ermittelt:

Note:

1: 100% <= Punktezahl < 86%

2: 86% <= Punktezahl < 72%

3: 72% <= Punktezahl < 58%

4: 58% <= Punktezahl < 44%

4: 44% <= Punktezahl < 22%

4: 22% <= Punktezahl <= 0%

Erweiterung:

Weiter soll die Anzahl der Noten und der Durchschnitt der Klassenarbeit ermittelt werden. Das Rechenblatt soll nach folgendermassen aussehen:

A

B

C

D

E

F

G

1

Name 1. Aufg. 2. Aufg. 3. Aufg. 4.Aufg. Gesamt Zensur

2

Punkte

5

10

15

6

36

3

Andreas

5,0

6,0

15,0

6,0

32,0

1

4

Jürgen

3,0

8,0

6,0

4,0

21,0

3

5

Thomas

2,0

10,0

8,0

2,0

22,0

3

6

Christoph

2,5

8,5

7,0

2,0

20,0

4

7

Cornelia

3,0

4,0

4,0

1,0

12,0

5

8

Eva

3,0

4,0

10,0

1,0

18,0

4

9

Jan

3,0

8,0

12,0

6,0

29,0

2

10

Ansgar

3,0

4,0

10,0

3,0

20,0

4

11

Marc

2,0

3,0

5,0

2,0

12,0

5

12

Christopher

4,0

5,0

9,0

5,0

23,0

3

13

Leonie

2,0

10,0

8,0

4,0

24,0

3

14

Bettina

5,0

5,0

8,0

4,0

22,0

3

15

16

17

Statistik:

18

Anzahl 1:

1

19

Anzahl 2:

1

20

Anzahl 3:

5

21

Anzahl 4:

3

22

Anzahl 5:

2

23

Anzahl 6

0

Duchschnitt

24

Anzahl Arb.

12

3,3

Der prinzipielle Aufbau der Tabelle dürfte keine Probleme bereiten.

In der Spalte F3 bis F14 ist die Summe der Zellen B3 bis E3 zu berechnen:

SUMME(B3:E3) Feld kopieren

In der Spalte B18 bis B23 ist die Anzahl der entsprechenden Noten der Spalte G3 bis G14 zu berechnen. Eine solche Zählfunktion wird in EXCEL zur Verfügung gestellt:

ZÄHLENWENN(Bereich;Suchkriterien)

Das Suchkriterium ist die Note 1 bis 6. Der Bereich lautet: G3 : G14. Also lautet die Funktion:

ZÄHLENWENN(G2:G14;1)

ZÄHLENWENN(G2:G14;2)

ZÄHLENWENN(G2:G14;3)

ZÄHLENWENN(G2:G14;4)

ZÄHLENWENN(G2:G14;5)

ZÄHLENWENN(G2:G14;6)

Die Anzahl der Arbeiten in B24 ergibt sich aus der Summe der Zellen B18 bis B23.

SUMME(B18:B23)

Der Durchschnitt der Klassenarbeit berechnet sich:

RUNDEN((B18*1+B19*2+B20*3+B21*4+B22*5+B23*6)/B24;1)

Statt den berechneten Wert zu runden kann man auch die Zelle auf die entsprechen-de Anzahl von Dezimalen formatieren.

Etwas komplizierter ergibt sich die Berechnung der Noten. Also die Inhalte der Zellen G3 bis G14. Besonders ist auf die Anzahl der Klammern zu achten. Die entsprechende Funktion in EXCEL lautet entsprechend der obigen Tabelle:

WENN(F3>=$F$2*86/100;1;WENN(F3>=$F$2*72/100;2;WENN(F3>=$F$2*58/100;3;WENN(F3>=$F$2*44/100;4;WENN(F3>=$F$2*22/100;5;6)))))

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Literatur:

  1. Böhm / Ehrhardt / Hole

    Schüler arbeiten mit einem Tabellenkalkulationsprogramm

    Metzler – Verlag

  2. Baranowski / Wedekind

    Lehren und Lernen mit dem Computer

    Nr.11 Rechenblatt und Graphik

    Deutsches Institut für Fernstudien an der Uni Tübingen

  3. Letsche

    CALC-LLC

    Handbuch

    Deutsches Institut für Fernstudien an der Uni Tübingen

  4. Dopfer / Reimer

    Tabellenkalkulation im Mathematikunterricht

    Klett – Verlag

  5. Microsoft Office

Class in a box

Kapitel 3

Cornelsen – Software