CONSTRUX

Das Programm Construx habe ich (vor vielen Jahren) geschrieben, um mich mit der objekt- und ereignisorientierten Programmierung vertraut zu machen. Insbesondere interessierte mich das Vererben. Dabei sollten die Objekte auch graphisch repräsentiert werden. Außerdem wollte ich Listen von Objekten auf einem Datenträger speichern, um sie anschließend wieder laden zu können. So entstand ein einfaches Programm, mit dem man geometrische Konstruktionen durchführen kann, etwa in der Weise, wie ich es in der Schule mit Zirkel und Geodreieck gelernt hatte.

Die obige Abbildung zeigt eine einfache (willkürliche) Konstruktion. Wie ist man hier vorgegangen? Zunächst werden die Punkte Punkt_1 und Punkt_2 (im linken Bereich der Zeichenfläche) erzeugt. Hierfür aktivieren wir zunächst die Punkt-Schaltfläche ; wenn wir nun mit der Maus über die Zeichenfläche fahren, hat der Mauszeiger die Gestalt eines Stiftes. Bei einem Klicken auf die linke Maustaste wird an der aktuellen Stelle des Mauszeigers auf der Zeichenfläche ein Punkt (dargestellt durch ein Kreuzchen) gezeichnet. Gleichzeitig wird in der Objektliste die Bezeichnung für dieses Objekt, nämlich Punkt_1, eingetragen. Um einen zweiten Punkt zu zeichnen, gehen wir in gleicher Weise vor; dieses Objekt wird in der Objektliste mit der Bezeichnung Punkt_2 eingetragen.

Nun soll eine Gerade gezeichnet werden, welche durch Punkt_1 und durch Punkt_2 verläuft. Dazu markieren wir die beiden Punkte. Dies kann auf zweierlei Weise geschehen:

Erste Möglichkeit: Zunächst den ersten Punkt mit der Maus ansteuern; wenn der Mauszeiger genügend nahe an dem Punkt ist, ändert sich der Mauszeiger zu einer Zielscheibe. Die Punkt-Schaltfläche darf hierbei nicht aktiviert sein! Mit einem Linksklick wird unser erster Punkt ausgewählt (z. B. Punkt_1). Auf der Zeichenfläche ist das zugehöriger Kreuzchen jetzt rot. Gleichzeitig sieht man, dass unser Punkt-Objekt nun auch in der Objektliste markiert worden ist. Nun markieren wir den zweiten Punkt in gleicher Weise bei gedrückter Strg-Taste. Nun ist auch der zweite Punkt rot und in der Objektliste ist auch Punkt_2 markiert. Gleichzeitig ist auch die Geraden-Schaltfläche aktiviert worden. Wenn wir nun diese Schaltfäche betätigen, dann wird die Gerade duch die beiden Punkte gezeichnet und das zugehörige Objekt als Gerade_3 in der Objektliste angezeigt.

Zweite Möglichkeit: Hier erfolgt die Wahl der Punkte nicht über die Zeichenfläche, sondern durch Anklicken der Objektbezeichner in der Objektliste. Auch hier muss bei der Wahl des zweiten Objekts die Strg-Taste gedrückt gehalten werden.

Zu einem vorhandenen Punkt einen neuen Punkt mit einem bestimmten Abstand erzeugen: Zunächst wählen wir den Ausgangspunkt wie oben beschrieben aus; er ist nun rot markiert. Dann aktivieren wir die Punkt-Schaltfläche. Wenn wir nun die Maus bewegen, wird im Abstands-Feld der jeweils aktuelle Abstand zwischen dem Ausgangspunkt und dem vom Cursor angezeigten Punkt angezeigt. Wird der gewünschte Abstandswert angezeigt, betätigen wir die linke Maustaste; der erzeugte Punkt erscheint in der Objektliste als Punkt_4.

Um diesen Punkt wollen wir nun einen Kreis zeichnen: Dazu markieren wir diesen Punkt; wir klicken auf die nun aktivierte Kreis-Schaltfläche. Es wird ein Fenster geöffnet, in welchem wir den Radius eintragen. Zuletzt betätigen wir die OK-Schaltfläche; der Kreis (Kreis_5) wird gezeichnet.

Auf ähnliche Weise kann man auch weitere Konstruktionen ausführen lassen, welche man üblicherweise mit dem Geodreieck durchführt:

Auch einfache Messungen können vorgenommen werden:

Nach dem Markieren von solchen Objekt-Paaren wird die zugehörige Messgröße automatisch angezeigt.

Soll kein Objekt markiert sein, dann klickt man einfach in einen freien Bereich der Zeichenfläche; dabei wird natürlich vorausgesetzt, dass die Punkt-Schaltfläche nicht aktiviert ist.

Unter der Zeichenfläche befindet sich ein weiteres Feld, das Kommentarfeld. Standardmäßig erzeugt das Programm dort währen des Konstruktionsvorgangs eine zugehörige Konstruktionsbeschreibung. Der Text des Kommentarfeldes kann bei Bedarf vor oder nach der Konstruktion (also nicht während der Konstruktion) editiert werden.

 

Das Construx-Programm beschränkt sich bewusst auf wenige Grundfunktionen:

Der Anwender muss sich also genau überlegen, welche dieser Schritte in welcher Reihenfolge zum Konstruktionsziel führen.

 

Hinweis: Das Construx-Programm arbeitet auf der Zeichenflächen in einem Raster von 0,1 Einheiten; m.a.W. zwei (horizontal oder vertikal) nebeneinander liegende Punkte haben den Abstand 0,1.