Auf den Spuren der Mykener

Eine kleine Einführung in Linear B

Wenn man nach Tretus hinaufsteigt und wieder die Straße nach Argos entlanggeht, sieht man zur Linken die Ruinen von Mykene… [2.15.4]
Es stehen aber von Mykene noch Teile der Ringmauer und das Tor, über dem Löwen stehen. Auch dies soll wieder von den Zyklopen stammen, welche dem Proitos die Mauern von Tiryns bauten… [2.16.5]
.

Diese Zeilen findet man in der Beschreibung Griechenlands von dem berühmten Reiseschriftsteller Pausanias (~115 bis ~180 n. Chr.). Die Legende von den Zyklopen hat ihren Grund: Die Griechen des klassischen Altertums konnten sich einfach nicht vorstellen, dass die Mauern mit ihren riesigen Steinen von Menschen erbaut worden sein konnten; es mussten also die riesigen Zyklopen gewesen sein, die dies bewerkstelligt hatten.

Löwentor von Mykene

Heute wissen wir, dass es in der Zeit von etwa 1450 bis 1200 v. Chr. ein großes Netzwerk von florierenden Palaststaaten gegeben hat. Als Beispiele seien hier neben Mykene und Tiryns auch Pylos, Athen, Theben, Knossos und Milet genannt. Sie haben uns nicht nur wuchtige Burgruinen und Kunstwerken (z. B. Keramik, Goldschmuck) hinterlassen, sondern auch Schriftstücke in Form von Tontäfelchen, geschrieben in der Silbenschrift Linear B.

Wie diese Tontäfelchen entdeckt wurden, wie Linear B mühselig entziffert worden ist, wie man es heute lesen kann und was die Täfelchen uns über den Alltag der Menschen dieser Zeit sagen können, das können Sie in meinem Skript

Auf den Spuren der Mykener: Eine kleine Einführung in Linear B

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